Hat´s Isaac Clarke noch drauf? Lies dazu mehr in unserem Test!

Dead Space 3 | gamelover tests

System: Xbox 360, PlayStation 3, PC

Bereits erschienen

Als Electronic Arts vor einigen Jahren ein neues Spiel mit dem Namen Dead Space veröffentlichte, dachte wohl niemand daran, dass sich daraus eine derart international erfolgreiche Spieleserie entwickeln würde. Nun steht Teil 3 an der Startlinie und wir stellen uns die Frage, ob auch der neue Teil die hohen Erwartungen der Fans erfüllen kann oder nicht?

Im 26. Jahrhundert wimmelt es nur so von Problemen. Megacities, zerstörte Umwelt und Alienbedrohungen gehören zum alltäglichen Leben der Bewohner der Zukunft. Im Dead Space Universum werden die Zivilisationen der Planetensysteme von sogenannten Nekromorphs bedroht. Dabei handelt es sich um Mutationen, die aus jeglichem totem Gewebe aggressive Alienzombies entstehen lassen. Magisch angezogen fühlen sich diese Wesen von “Markern”, riesige Steinartefakte, die im ganzen Weltall verstreut sind.

Im Verlauf der beiden Vorgänger-Games hat sich der Held der Spieleserie Isaac Clarke nicht nur zu einem richtigen Marker-Spezialisten, sondern auch zur ultimativen Alienzombiekillermaschine entwickelt. Diesem Ruf hat er es auch zu verdanken, dass eines Tages die Militärs John Carver und Robert Norton bei ihm auf der Matte stehen und ihn für ein neues Abenteuer gewinnen wollen. Die beiden Männer berichten, dass Wissenschaftler glauben den Ursprung der Marker und Nekromorphs auf dem Eisplaneten Tau Volantis gefunden zu haben. Mit Isaacs Hilfe wollen sie das Untotennest ausräuchern und ersuchen unseren Helden sie bei ihrer Mission zu begleiten. Isaacs Unterstützung ist auch dringend notwendig, denn die Bruderschaft des Markers, die Unitology-Sekte, die die Marker vergöttern und die Metamorphose in einen Alienzombie als absolut erstrebenswertes Lebensziel sehen, machen sich mit einer Vielzahl an Soldaten ebenfalls auf den Weg nach Tau Volantis, um Isaac und sein Expeditionsteam aufzuhalten.

Von Beginn an erleben wir eine der größten Neuerungen in der Dead Space Reihe – den Koop-Modus. Ab sofort musst du dich nicht mehr alleine durch das albtraumartige Abenteuer kämpfen, sondern kannst dich entweder im Splitscreen oder online mit einem Freund durch die Nekromorph-Massen kämpfen. Die Skepsis, dass Dead Space mit Partner nicht mehr so gruselig ist, kann ich an dieser Stelle entkräften. Sicherlich fühlt man sich sicherer, wenn man weiss, dass einem der Kumpel den Rücken deckt, aber die Entwickler haben sich einiges einfallen lassen, damit du dich auch im Koop-Modus niemals sicher fühlst.

Weitere Neuerung sind die Werkbänke und Sucherbots. An den Werkbänken kannst du jetzt nicht nur dein Inventory verwalten, sondern auch aus den Gegenständen, die du auf dem Weg findest, neue Gegenstände und Waffen basteln. Da Ressourcen immer knapp sind, kannst du zusätzlich zur persönlichen Suche auch noch Sucherbots einsetzen. Dazu setzt du die kleinen schildkrötenähnlichen Roboter an bestimmten Stellen ab und lässt sie dann völlig unabhängig das umliegende Gebiet nach Ressourcen absuchen. Bei der nächsten Werkbank lädt er dann das Gefundene ab und du kannst mit dem Utensilien- und Waffenbau loslegen. Ein weiteres Feature der Werkbank ist das Verwalten von Platinen, die du immer wieder findest. Damit kannst du deine Waffen so richtig aufmotzen. Die Bandbreite der Platinen reicht dabei von verbessertem Schaden, über schnelleres Nachladen bis hin zur Erweiterung der Magazingröße. Das Verbessern der Waffen ist absolut lebensnotwendig, denn je weiter du im Spiel fortschreitest, umso stärker und schneller werden die Gegner.

War Dead Space 1 und 2 bei seinen Fans deshalb so beliebt, weil das Element Horror so stark vertreten war, so gesellt sich in Teil 3 ein ordentlicher Actionanteil dazu. Das zeigt deutlich, dass auch Dead Space 3 dem momentanen Trend der Spieleindustrie folgt und massentauglicher werden will. Capcom hat es mit der Resident Evil Serie vorgemacht und die meisten Publisher, wie eben auch Electronic Arts ziehen nach. Meiner Meinung nach macht es Dead Space jedoch besser als die Konkurrenz, denn es werden die Tugenden der Serie nicht völlig über Bord geworfen, sondern gewisse Elemente, wie etwa die Zutat Action wird verstärkt.

Atmosphärisch ist Dead Space 3 eine absolute Granate. Dafür ist in diesem Fall nicht nur die Grafik verantwortlich, die selbst auf den Konsolen unglaublich fantastisch aussieht, sondern vor allem der Sound. Die Soundeffekte sind so genial programmiert, dass sich alleine für Dead Space 3 die Anschaffung einer Heimkinoanlage, oder eines Surround-Sound-Kopfhörers auszahlt. Aus jeder Box flüstert, scharrt, klopft und kracht es so realistisch, dass ich mich oft dabei ertappt habe, wie ich mich umgedreht habe, um nachzusehen, ob sich eh kein Nekromorph von hinten heranschleicht.

Zusammenfassen ist zu sagen, dass sowohl meine, als auch die Angst der Fans, dass sich die Dead Space Reihe zu einem Call-of-Duty-im-Weltall-Shooter entwickelt völlig unbegründet ist. Alle neuen Features machen Sinn und intensivieren das Spielgefühl. Grafisch und Soundtechnisch eine absolute Wucht, daher eine klare Kaufempfehlung!

 

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